Das Schulteam „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ organisierte kürzlich einen Informationsstand zum Amnesty-Briefmarathon. Die Aktion stieß bei vielen Schülerinnen und Schülern auf großes Interesse und führte zu zahlreichen anregenden Gesprächen rund um das Thema Menschenrechte. Der Amnesty-Briefmarathon ist eine weltweite Menschenrechtsaktion von Amnesty International. Jedes Jahr setzen sich Menschen durch Briefe, E-Mails oder Unterschriften für Personen ein, deren grundlegende Rechte verletzt werden – etwa für politische Gefangene oder Menschen, die zu Unrecht verfolgt werden. Ziel ist es, durch öffentlichen und internationalen Druck Verantwortliche zum Handeln zu bewegen.
Am Informationsstand hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, sich umfassend über die Hintergründe des Briefmarathons zu informieren. Dabei wurde deutlich, wie wirkungsvoll auch scheinbar kleine Handlungen sein können: Schon eine Unterschrift oder ein kurzer Brief kann dazu beitragen, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und Veränderungen anzustoßen. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und hatten die Möglichkeit, selbst aktiv am Briefmarathon teilzunehmen. Die Aktion verdeutlichte, dass Zivilcourage im Alltag beginnt und jede und jeder einen Beitrag leisten kann. Sie machte zugleich sichtbar, wie wichtig es ist, sich mit gesellschaftlichen und politischen Fragen – etwa mit Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Ein erster Schritt dazu ist der Erwerb von Sensibilität für solche Themen, wie er bereits mit der Aktion „Bingo mit Spaß – ohne Hass“ im Rahmen des Weihnachtsbasars angestoßen wurde.
StRin Melek Tursun